ZEIT Wirtschaftsforum

6. November 2014
Hamburg

Sehr verehrte Damen und Herren, liebe Gäste,

die Wirtschaft in Europa steckt im siebten Jahr der Krise. Die schlimmsten Jahre liegen zwar hinter uns, aber das Wachstum lahmt. Deutschland, von so vielen als Retter und Kraftzentrum gesehen, zeigt glänzende Beschäftigungszahlen, aber nicht mehr die Dynamik früherer Jahrzehnte.
Blicken wir über die Grenzen, drohen politische Krisen, die unweigerlich auch die Zukunft der Wirtschaft verdunkeln. Es herrscht Bürger- und Terrorkrieg in Mittelost, dazu latenter Krieg an der Ostgrenze der EU. Sanktionen bremsen Exporte, TTIP wackelt, im Welthandel stockt der einst verlässliche Wachstumsmotor Fernost.
Es gibt also viel zu denken und zu tun. Noch steht der Euro nicht auf festen Beinen. Es klafft eine Lücke zwischen Europas Potenzial und seiner Performance, insbesondere in der Innovation. Hoch regulierten Märkten fehlt es an der Flexibilität, die dem atemlosen technischen Wandel entspricht. Heute sorgen wir uns in Europa um doppelstellige Arbeitslosigkeit, morgen aber werden Arbeitskräfte fehlen, weil unsere Bevölkerung immer älter wird. Geld ist so billig wie noch nie, aber der Überfluss beflügelt noch nicht die erhoffte Nachfrage bei Konsum und Investition.
Das ZEIT Wirtschaftsforum will aber nicht nur die rein wirtschaftlichen, sondern auch die ethischen und politischen Dimensionen ausleuchten. Welche Verantwortung trägt der Unternehmer für das Ganze? Wie Gerechtigkeit mit Effizienz vereinen? Die Diskussion wird kontrovers und erhellend sein. In der einzigartigen Kulisse des Hamburger Michels versammeln sich bereits zum sechsten Mal die besten Denker und Macher aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.
Ich freue mich darauf, Sie als Gäste und leidenschaftliche Diskussionsteilnehmer begrüßen zu dürfen.

Ihr

Dr. Josef Joffe
Herausgeber, DIE ZEIT

Sprecher

Prof. Dr. Dr. Ann-Kristin Achleitner

Prof. Dr. Dr. Ann-Kristin Achleitner

Prof. Dr. Dr. Ann-Kristin Achleitner

Lehrstuhlinhaberin für Entrepreneurial Finance · Technische Universität München

Frau Prof. Dr. Dr. Ann-Kristin Achleitner promovierte in Rechts- und Wirtschaftswissenschaften an der Schweizer Universität St. Gallen. Nach ihrer ersten Professur 1995-2001 an der European Business School in Oestrich-Winkel wurde sie 2001 als Professorin an die Technische Universität München berufen, wo sie bis heute den Lehrstuhl für Entrepreneurial Finance (unterstützt durch die KfW Bankengruppe) inne hat. Für ihre Leistungen in Forschung und Lehre erhielt Prof. Achleitner mehrere Preise und Auszeichnungen, darunter auch den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Sie ist als Aufsichtsrätin bei der Munich Re, Linde AG, Metro AG und GDF Suez SA (Frankreich) tätig. 2012 wurde sie in die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex berufen.

Christoph Amend

Christoph Amend

Christoph Amend

Chefredakteur, ZEITmagazin; Herausgeber, WELTKUNST

Amend, 1974 in Gießen geboren, ist Chefredakteur des ZEITmagazins und Herausgeber der Zeitschriften WELTKUNST und Kunst und Auktionen, die im ZEIT-Kunstverlag erscheinen. Zuvor war er verantwortlich für die Sonntagsbeilage des Berliner Tagesspiegels und Stellvertretender Redaktionsleiter des Jetzt-Magazins der Süddeutschen Zeitung. Für sein Buch Morgen tanzt die ganze Welt – die Jungen, die Alten, der Krieg wurde er 2004 mit dem Hermann-Hesse-Nachwuchspreis ausgezeichnet.

Foto: Eckardt

Jörg Asmussen

Jörg Asmussen

Jörg Asmussen

Staatssekretär, Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Jörg Asmussen ist seit Januar 2014 beamteter Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Er ist verantwortlich für die Personal- und Haushaltspolitik des Ministeriums, die Renten- und Behindertenpolitik sowie die europäische und internationale Sozial- und Beschäftigungspolitik. In den Jahren 2012 bis 2013 war er Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank. Vor seinem Eintritt in die EZB arbeitete Jörg Asmussen 15 Jahre lang in verschiedenen Positionen im Bundesministerium der Finanzen, zuletzt als beamteter Staatssekretär. Jörg Asmussen hat Volkswirtschaft in Gießen und Bonn studiert und einen MB A an der Bocconi-Universität Mailand erworben.

Gerd Billen

Gerd Billen

Gerd Billen

Staatssekretär, Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Gerd Billen, Jahrgang 1955, ist seit Januar 2014 Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz. Nach seinem Studium der Sozial- und Haushaltswissenschaften an der Universität Bonn war Gerd Billen von 1981 bis 1983 zunächst als freier Journalist tätig. Von 1983 bis 1985 war er Pressesprecher des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) und im Anschluss daran bis 1991 Bundesvorsitzender der Verbraucher Initiative e.V. Danach war Gerd Billen 12 Jahre lang als Bundesgeschäftsführer des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) e.V. tätig, bevor er 2005 zur Otto Group wechselte und dort den Bereich Umwelt und Gesellschaftspolitik leitete. Nach zwei Jahren verließ er das Unternehmen, woraufhin er bis 2013 die Position des Vorstands des Verbraucherzentrale Bundesverbands innehielt.

Foto/©: Frank Nürnberger

Kerstin Bund

Kerstin Bund

Kerstin Bund

Wirtschaftsredakteurin, DIE ZEIT

Kerstin Bund ist Autorin der ZEIT. 2009 kam sie als Redakteurin ins Wirtschaftsressort nach Hamburg. Seit Anfang 2015 arbeitet sie für die ZEIT in München. Im März 2014 ist ihr Buch „Glück schlägt Geld – Generation Y: Was wir wirklich wollen“ im Murmann Verlag erschienen, das für den Deutschen Wirtschaftsbuchpreis 2014 nominiert war. Für ihre engagierte Berichterstattung hat sie den Ernst-Schneider-Preis für Wirtschaftsjournalismus und den Deutschen Journalistenpreis erhalten. Bund hat Kommunikationswissenschaft und Wirtschaft an der Universität Hohenheim studiert und Journalismus an der Axel Springer Akademie in Berlin gelernt. Zwischendurch arbeitete sie ein halbes Jahr in einem Waisenhaus in Guatemala.

Giovanni di Lorenzo

Giovanni di Lorenzo

Giovanni di Lorenzo

Chefredakteur, DIE ZEIT

Giovanni di Lorenzo ist seit 2004 alleiniger Chefredakteur der ZEIT und Mitherausgeber der Berliner Tageszeitung »Der Tagesspiegel«. Er wurde 1959 in Stockholm geboren, ging in Hannover zur Schule und studierte Kommunikationswissenschaft, Neuere Geschichte und Politik an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Erste journalistische Erfahrungen sammelte er bei der »Neuen Presse« in Hannover und als Moderator der Jugendsendung »Live aus dem Alabama« im Bayerischen Rundfunk. Von 1987 an war er für die »Süddeutsche Zeitung« tätig – zunächst als politischer Reporter, später als Leiter des Reportage-Ressorts »Die Seite Drei«. Von 1999 bis 2004 war er Chefredakteur des »Tagesspiegels«. Seit 1989 ist Giovanni di Lorenzo außerdem Moderator der Talkshow »3nach9« von Radio Bremen.

Foto: Jim Rakete für DIE ZEIT

Dr. Rainer Esser

Dr. Rainer Esser

Dr. Rainer Esser

Geschäftsführer, ZEIT Verlagsgruppe

Esser, Jahrgang 1957, ist Geschäftsführer der ZEIT. Nach einer Banklehre studierte er Jura in München, Genf und London und machte daraufhin seinen Master of Law in den USA. Im Anschluss an das 2. Juristische Staatsexamen besuchte er die Deutsche Journalistenschule in München, arbeitete mehrere Jahre lang als Anwalt und promovierte 1989. Seine erste Leitungsfunktion in den Medien übernahm er im selben Jahr bei der Verlagsgruppe Bertelsmann als Chefredakteur zweier juristischer Fachzeitschriften. 1992 wechselte er in die Position des Geschäftsführers des Spotlight-Verlags und war dort gleichzeitig Herausgeber mehrerer Zeitschriften. Nach vier Jahren als Geschäftsführer der »Main-Post« ging er 1999 zur ZEIT. Seit dem 1. Mai 2011 ist Rainer Esser neben seiner Position bei der ZEIT auch als Geschäftsführer für die DvH Medien GmbH tätig.

Foto: Johannes Arlt

Dirk Greshake

Dirk Greshake

Dirk Greshake

Geschäftsführer, AstraZeneca Deutschland

Dirk Greshake, Jahrgang 1968, ist seit Juni 2013 Geschäftsführer des forschenden Pharmaunternehmens AstraZeneca Deutschland. Greshake studierte Biologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und der Ruhr-Universität Bochum, bevor er 1994 seine Karriere bei AstraZeneca als Außendienstmitarbeiter begann. Von 1997 bis 2007 füllte er unterschiedliche Manager- und Führungsfunktionen im Unternehmen aus und betreute verschiedene Produkte im Bereich Marketing. 2008 wechselte Dirk Greshake als Mitglied der Geschäftsleitung in den deutschen Vorstand von AstraZeneca.

Foto: AstraZeneca

Ulrich Grillo

Ulrich Grillo

Ulrich Grillo

Präsident, Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI)

Ulrich Grillo wurde 1959 in Köln geboren. Nach seiner Ausbildung bei der Deutschen Bank AG in Duisburg studierte er Betriebswirtschaftslehre mit dem Abschluss als Diplom-Kaufmann an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Von 1987 bis 1989 war Grillo bei der Arthur Andersen & Co. GmbH in Frankfurt am Main und von 1989 bis 1993 bei der A. T. Kearney GmbH in Düsseldorf beschäftigt, bevor er 1993 zur Rheinmetall-Gruppe wechselte. Im Jahr 2001 trat er in den Vorstand der Grillo-Werke AG ein und ist seit 2004 dessen Vorsitzender. Ulrich Grillo war von 2006 bis 2012 Präsident der Wirtschaftsvereinigung Metalle und von 2011 bis 2012 Vizepräsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V. (BDI). Zum 1. Januar 2013 wurde Grillo einstimmig zum Präsidenten des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V. (BDI) gewählt.

Foto: Christian Kruppa

Dr. Uwe Jean Heuser

Dr. Uwe Jean Heuser

Dr. Uwe Jean Heuser

Ressortleiter Wirtschaft, DIE ZEIT

Dr. Uwe Jean Heuser, Jahrgang 1963, leitet die Wirtschaftsredaktion der ZEIT und ist Gründer sowie Herausgeber des Magazins ZEIT GELD. Der promovierte Volkswirtschaftler studierte in Bonn, Berkeley, Köln und Harvard und lehrt heute als Honorarprofessor an der Leuphana Universität Lüneburg. Er ist Autor mehrerer Bücher, darunter »Das Unbehagen im Kapitalismus. Die neue Wirtschaft und ihre Folgen«, das 2000 beim Berlin Verlag erschien, und »Humanomics. Die Entdeckung des Menschen in der Wirtschaft«, publiziert 2008 bei Campus. Gemeinsam mit seiner Frau Deborah Steinborn veröffentlichte er 2013 im Hanser Verlag das Buch »Anders denken!«

Foto: Nicole Sturz

Prof. Dr. Michael Hüther

Prof. Dr. Michael Hüther

Prof. Dr. Michael Hüther

Direktor · Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.

Prof. Dr. Michael Hüther, Jahrgang 1962, absolvierte von 1982 bis 1987 sein Studium der Wirtschaftswissenschaften sowie der mittleren und neuen Geschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Nach Abschluss des Promotionsverfahrens wurde er 1991 Wissenschaftlicher Mitarbeiter und 1995 Generalsekretär des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Im Jahr 1999 wechselte er als Chefvolkswirt zur DekaBank und wurde dort 2001 zum Bereichsleiter Volkswirtschaft und Kommunikation ernannt. Seit August 2001 ist er Honorarprofessor an der EBS Business School in Oestrich-Winkel. Seit Juli 2004 ist er Direktor und Mitglied des Präsidiums beim Institut der deutschen Wirtschaft Köln.

Anshu Jain

Anshu Jain

Anshu Jain

Co-Vorsitzender des Vorstands und des Group Executive Committees · Deutsche Bank AG

Anshu Jain wurde 2012 auf den Posten des Co-Vorsitzenden des Vorstands der Deutschen Bank berufen. Er wechselte 1995 zur Deutschen Bank, um deren aufstrebenden Markets-Bereich aufzubauen. Es folgten die Ernennung zum Head of Global Markets und später zum Head of the Corporate & Investment Bank. Als Co-Vorstandsvorsitzender treibt Anshu Jain gemeinsam mit seinen Kollegen die Strategie 2015+ voran. Mithilfe dieses umfangreichen Programms für den Unternehmenswandel will die Deutsche Bank sich als die führende kundenorientierte globale Universalbank etablieren. Anshu Jain berät Regierungen sowie Branchenverbände und -organisationen überall auf der Welt. Er leitete das Team der Deutschen Bank, welches das britische Finanz- und Wirtschaftsministerium (UK Treasury) zum Thema finanzielle Stabilität beriet. Er gehört dem Vorstand des Institute of International Finance an und ist Mitglied des Financial Services Forum. Außerdem sitzt er im internationalen Beirat der Monetary Authority of Singapore (MAS) und berät diese in Branchen-, Markt- und makroökonomischen Fragen. Er ist Vorsitzender des Kuratoriums der Alfred Herrhausen Gesellschaft. Die Economic Times of India wählte Jain 2012 zum Global Indian of the Year. 2010 wurde er von der Zeitschrift Risk mit einem Lifetime Achievement Award für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Klemens Kindermann

Klemens Kindermann

Klemens Kindermann

Abteilungsleiter Wirtschaft und Gesellschaft · Deutschlandfunk

Kindermann, Jahrgang 1963, ist seit 2009 Abteilungsleiter Wirtschaft und Gesellschaft des Deutschlandfunks und seit 2012 auch Stellvertretender Chefredakteur. Von 1991 bis 1997 arbeitete er bei der Deutschen Presse-Agentur (dpa) als Redakteur in der Unternehmensberichterstattung und als Korrespondent in Berlin. 1997 wechselte Kindermann zum »Handelsblatt«. Von 2004 an war er dort stellvertretender Leiter des Ressorts Wirtschaft & Politik. Die Programme Deutschlandfunk sowie Deutschlandradio Kultur haben bundesweit täglich fast 2 Millionen Hörer. 2014 wurde der Deutschlandfunk erneut mit dem ersten Platz in der Kategorie TV/ Hörfunk als »Deutschlands Wirtschaftsredaktion« ausgezeichnet (»Wirtschaftsjournalist«).

Foto: Deutschlandradio / Bettina Fürst-Fastré

Frank Kohl-Boas

Frank Kohl-Boas

Frank Kohl-Boas

Head of HR DACH, Nordics & Benelux · Google Germany GmbH

Frank Kohl-Boas, Jahrgang 1969, studierte Jura an den Universitäten in Passau und Würzburg. Er arbeitete zunächst in verschiedenen Bereichen bei Unilever, Shell und Coca-Cola. 2010 wechselte er in den Personalbereich von Google nach Hamburg und ist heute Personalchef für Deutschland, Österreich und die Schweiz, Skandinavien und die Beneluxländer.

Wolfgang Kubicki

Wolfgang Kubicki

Wolfgang Kubicki

Stellvertretender Bundesvorsitzender, FDP

Wolfgang Kubicki, Jahrgang 1952, ist seit 1996 Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion. Nach seinem Studium der Volkswirtschaftslehre arbeitete Wolfgang Kubicki einige Jahre in der Unternehmensberatung sowie in einem Steuerbüro. Bereits 1971 trat er der FDP bei und war von 1981 bis 1983 als wissenschaftlicher Assistent der FDP-Landtagsfraktion in Schleswig-Holstein tätig. Zudem studierte er Rechtswissenschaften, legte 1985 das zweite Juristische Staatsexamen ab und arbeitet seitdem als Rechtsanwalt in eigener Sozietät. Neben seiner Funktion als Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion in Schleswig-Holstein ist Wolfgang Kubicki seit 1997 Mitglied im Bundesvorstand, seit März 2013 Mitglied im Präsidium und seit Dezember 2013 stellvertretender Bundesvorsitzender der FDP.

Elisabeth Niejahr

Elisabeth Niejahr

Elisabeth Niejahr

Hauptstadt-Korrespondentin · DIE ZEIT

Niejahr, Jahrgang 1965, studierte Volkswirtschaftslehre in Köln und Washington. Gleichzeitig besuchte sie die Kölner Journalistenschule. Von 1993 bis 1999 war Niejahr Korrespondentin des »Spiegel« in Bonn. Seit Ende 1999 ist sie Korrespondentin im Hauptstadtbüro der ZEIT, und von 2002 bis 2005 war sie dessen stellvertretende Leiterin. Im Herbst 2011 war Niejahr vier Monate im Rahmen eines Bucerius-Fellowships an der Harvard University. Sie hat mehrere Bücher verfasst, zuletzt 2012 »Alles auf Anfang. Die Wahrheit über Patchwork« (zusammen mit Rocco Thiede).

Alexander Röder

Alexander Röder

Alexander Röder

Hauptpastor, Hauptkirche St. Michaelis

Röder, geboren 1960 in Hamburg, studierte nach einem Auslandsjahr in den USA Theologie an der Universität Hamburg. Nach dem Vikariat wurde er 1990 ordiniert und erhielt ein Sonderpfarramt an der Hauptkirche St. Jacobi in Hamburg. 2001 übernahm Röder die Leitung des Kirchlichen Kunstdienstes der Nordelbischen Kirche, bevor er 2004 als Referent für Gottesdienst und Kirchenmusik ins Nordelbische Kirchenamt nach Kiel wechselte. 2005 wählte ihn die Synode des Kirchenkreises Alt-Hamburg zum Hauptpastor der Hauptkirche St. Michaelis. In seiner Funktion übernimmt er die pastorale Leitung an St. Michaelis sowie die Repräsentanz des Michel in Medien und Öffentlichkeit. Röder ist Mitglied der Liturgischen Konferenz der EKD, der Stiftung Kunst und Kirche der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland sowie des Kirchenmusikausschusses des Kirchenkreises Hamburg-Ost. Seit August 2011 ist er Ehrenritter des Johanniterordens.

Joachim Sauer

Joachim Sauer

Joachim Sauer

Geschäftsführer Personal · Faurecia Automotive GmbH

Joachim Sauer ist seit Juni 2013 als Geschäftsführer Personal der Faurecia Automotive GmbH tätig. Seit Februar 2014 hat er zusätzlich die Funktion des Human Resources Vice President von Faurecia Automotive Exteriors übernommen. Damit verantwortet Sauer vom Standort Nanterre (Frankreich) die gesamte Personalpolitik dieses Geschäftsbereichs. Von 2008 bis 2012 war er Geschäftsführer Personal bei der Airbus Operations GmbH. Seit September 2009 ist Sauer zudem Präsident des Bundesverbands der Personalmanager (BPM) in Berlin.

Martin Schulz

Martin Schulz

Martin Schulz

Präsident, Europäisches Parlament

Martin Schulz, Jahrgang 1955, ist seit Januar 2012 Präsident des Europäischen Parlaments. Nach einer Ausbildung zum Buchhändler arbeitete er von 1977 bis 1994 in verschiedenen Verlagen und Buchhandlungen. Nach Positionen als Mitglied des Gemeinderats und als Bürgermeister der Stadt Würselen in Nordrhein-Westfalen wurde Schulz 1994 in das Europäische Parlament gewählt. Dort saß er zwischen 2000 und 2004 den Abgeordneten der deutschen SPD-Landesgruppe vor und wurde daraufhin zum Fraktionschef der europäischen Sozialdemokraten. Bereits seit 1999 gehört Schulz dem Bundesvorstand sowie dem Parteipräsidium der SPD und fungiert seit 2009 außerdem als Europabeauftragter der Partei.

Foto: Susi Knoll

Dr. Sahra Wagenknecht

Dr. Sahra Wagenknecht

Dr. Sahra Wagenknecht

Vorsitzende, Bundestagsfraktion DIE LINKE

Dr. Sahra Wagenknecht, Jahrgang 1969, ist seit 13. Oktober 2015 Vorsitzende der Bundestagsfraktion DIE LINKE; zuvor war sie wirtschaftspolitische Sprecherin ihrer Fraktion. Bevor sie 2009 in den Bundestag gewählt wurde, war Sahra Wagenknecht von 2004 bis 2009 Abgeordnete im Europaparlament. Nach ihrem Studium der Neueren Deutschen Literatur und Philosophie in Jena, Berlin und Groningen, das sie 1996 abschloss, promovierte Sahra Wagenknecht 2012 in Chemnitz in Wirtschaftswissenschaften. Von 1991 bis 1995 und von 2000 bis 2007 war Sahra Wagenknecht Mitglied des Parteivorstands der PDS, später Linkspartei.PDS. Seit Gründung der Partei DIE LINKE im Jahr 2007 gehörte sie bis 2014 dem Vorstand der Partei an; von 2010 bis 2014 war sie Stellvertretende Parteivorsitzende.

Foto: Trialon, Berlin

Günter Wallraff

Günter Wallraff

Günter Wallraff

Journalist und Schriftsteller

Der Journalist und Schriftsteller Günter Wallraff enthüllt seit fünfzig Jahren Missstände in unserer Gesellschaft, wie Ausbeutung, Rassismus und Unterdrückung. Besonderes Aufsehen erregte Wallraff mit seinen verdeckten Recherchen innerhalb der Redaktion der »Bild-Zeitung« als Hans Esser. »Ganz unten« aus dem Jahr 1985, Wallraffs Reportage in der Rolle des türkischen Arbeiters »Ali«, ist mit über fünf Millionen verkauften Exemplaren das meistverkaufte Sachbuch im Nachkriegsdeutschland. Verdeckt war Wallraff vor Kurzem als Obdachloser in Nachtasylen, als Call-Agent im »Outbound«-Geschäft oder als Paketauslieferer bei GLS beschäftigt. Für große Resonanz sorgten zuletzt seine Enthüllungen über Burger King oder die Pflegebranche mit dem »Team Wallraff« auf RTL .

Foto: Christoph Hardt

Prof. Dr. Beatrice Weder di Mauro

Prof. Dr. Beatrice Weder di Mauro

Prof. Dr. Beatrice Weder di Mauro

Chair of International Macroeconomics · Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Beatrice Weder di Mauro ist seit 2001 Professorin für Volkswirtschaftslehre an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Sie war Mitglied im Sachverstän-digenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung von 2004 bis 2012, fungierte als Mitglied der Eidgenössischen Kommission für Konjunkturfra-gen Bern von 2002 bis 2004 und war in den Jahren 2009 bis 2011 als Beraterin des österrei-chischen Vize-Kanzlers tätig. Im Zeitraum von 1994 bis 1996 arbeitete sie als Ökonomin beim Internationalen Währungsfond und besucht als Visiting Scholar regelmäßig die Forschungsabteilung des IMF. Als Gastprofessorin forschte sie an der Weltbank, der Harvard University, dem National Bureau of Economic Research, dem Federal Reserve Board von New York und der United Nations University in Tokyo. Darüber hinaus gehört sie dem Center for Economic Policy Research (CEPR) an und ist Mitglied im Committee für International Economic and Policy Research der Brookings Institution, Washington, sowie des Global Agenda Council on Fiscal Crisis des World Economic Forums. Derzeit ist sie Mitglied der Aufsichtsräte von Roche, UBS und Robert Bosch. Zu ihren aktuellen Forschungsgebieten gehören unter anderem die Themen Internationale Finanzmärkte und Bankensysteme sowie die Geld- und Währungspolitik.

Foto: Ilja C. Hendel / BMF

Sarah Wiener

Sarah Wiener

Sarah Wiener

Unternehmerin, Fernsehköchin und Autorin

Sarah Wiener, in Halle (Westfalen) geboren, in Wien aufgewachsen, gründete 1990 das „Sarah Wieners Tracking Catering“, einen europaweiten Catering-Service für Film- und Fernsehproduktionen. Was mit einem Gasherd in einem umgebauten NVA-Wagen und Edelgeschirr vom Flohmarkt begann, entpuppte sich bald als Erfolgskonzept, das auch die Großen der Branche begeisterte. Das ehemalige One-Woman-Unternehmen betreibt heute fünf Restaurants, ein internationales Event-Catering und beschäftigt mittlerweile über 200 Mitarbeiter. Seit 2012 hat Sarah Wiener ihre eigene Holzofenbäckerei „Wiener Brot“. Kochkunst mit Haltung, die Verbindung von kulinarischem Genuss mit Werten wie Nachhaltigkeit, Transparenz und Achtsamkeit gegenüber Natur und Kultur sind es, was Sarah Wiener und ihr Unternehmen einzigartig machen. Sarah Wiener ist seit 2007 Initiatorin, Gründerin und Frontfrau der Sarah Wiener Stiftung „Für gesunde Kinder und was Vernünftiges zu essen“. Sie setzt sich für das Kochen mit frischen, regionalen und saisonalen Lebensmitteln ein. Passend dazu hat sie seit 2013 ihre eigene Feinkost-Produktlinie, deren Zutaten aus biologischem Anbau aus der Region stammen.

Ralf Wittenberg

Ralf Wittenberg

Ralf Wittenberg

Sprecher der Geschäftsführung · British American Tobacco (Industrie) GmbH

Ralf Wittenberg, Jahrgang 1965, ist seit 2014 Sprecher der Geschäftsführung von British American Tobacco in Deutschland. 1995 stieg er in das Unternehmen ein. Nach verschiedenen Positionen im Marketing nahm der Diplom-Kaufmann drei Jahre später internationale Herausforderungen wahr. In der Konzernzentrale in London, in den Endmärkten Großbritannien und Südafrika sowie für die Regionen Afrika & Naher Osten war er in verschiedenen Managementpositionen tätig. 2009 wurde er General Manager in der Schweiz mit zusätzlicher Verantwortung für bis zu 17 Länder in Zentral-Europa und 2012 wurde er Global Consumer Director in London für die Marken Lucky Strike, Pall Mall und Rothmans.

Christian Wulff

Christian Wulff

Christian Wulff

Bundespräsident a.D.

Als ehemaliger 10. Präsident der Bundesrepublik Deutschland (2010-2012) engagiert sich Christian Wulff u.a. für die Integration von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte und im Dialog von Gläubigen verschiedener Religionen. 2011 zeichnete ihn der Zentralrat der Juden in Deutschland mit dem Leo-Baeck-Preis aus. 2014 wurde er durch die Türkische Gemeinde in Deutschland geehrt und erhielt den Toleranzpreis der Evangelischen Akademie Tutzing. Seit dem Wintersemester 2016/2017 ist Christian Wulff Gastprofessor für Politikmanagement der Stiftung Mercator an der NRW School of Governance.Außenpolitisch engagiert sich Christian Wulff als Präsident der EMA (Euro-Mediterran-Arabischer Länderverein) und der GASME (Global Alliance of Small and Midsize Enterprises) sowie als Mitglied im Transatlantic Council on Migration (TCM). Als Ehrendoktor der Tongji-Universität in Shanghai, China, und der Universität Tokyo-Tsukuba, Japan, pflegt er enge Beziehungen nach Asien. Als ehemaliges Staatsoberhaupt hat er Deutschland beispielsweise bei der Amtseinführung des argentinischen Präsidenten Macri in Buenos Aires und des saudischen Königs Salman in Riad, auf der Investitionskonferenz „Tunisia 2020“ in Tunis und bei der Eröffnung des Deutsch-Katarischen Kulturjahres in Doha vertreten. Von 2003 bis 2010 war Christian Wulff Ministerpräsident des Landes Niedersachsen, von 1994-2003 Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion in Niedersachsen und dort Parteivorsitzender von 1994-2008. Von 1998-2010 war er stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU Deutschlands unter Wolfgang Schäuble und danach ab 2000 unter Angela Merkel. Nach seinem Rücktritt vom Amt des Bundespräsidenten und dem Freispruch in allen Punkten durch das Landgericht Hannover veröffentlichte er sein Buch „Ganz oben Ganz unten“, in dem er auch die Rolle von Medien, Politik und Justiz beschreibt. Christian Wulff ist Schirmherr der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft. Er ist Mitglied im Beirat der Felix-Nussbaum-Foundation, in den Kuratorien der Dieter-Fuchs-Stiftung und der Konrad-Adenauer-Stiftung sowie im Deutsch-Japanischen Forum und in der Deutschen Gesellschaft Club of Rome. Mit seiner Familie lebt Christian Wulff in Burgwedel bei Hannover. Er arbeitet als Bundespräsident a.D. in seinem Berliner Büro und als Rechtsanwalt in seiner Kanzlei in Hamburg.

Foto: Laurence Chaperon

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Hauptkirche St. Michaelis
Englische Planke 1
20459 Hamburg

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