»Algorithmen sind kein Hexenwerk«

13. Juni 2018

Ist Papier im Büro verzichtbar? Wie lassen sich Kommunikation und Buchhaltung effizienter organisieren? Über das Knowhow in der Digitalisierung mittelständischer Unternehmen informierte die Konferenz »smarter_mittelstand« in Berlin.

»Learn to unlearn!«, resümierte Klaas Bollhoefer am Schluss seines Vortrags über Künstliche Intelligenz. 40 Minuten lang zog der Geschäftsführer der Unternehmensberatung Birds on Mars das Plenum mit anschaulichen Szenarien rund um die »digitalisierung 4.0« in seinen Bann: Wie gehen wir damit um, dass wir schon heute nicht mehr sicher sein können, ob bei der Tischreservierung am anderen Ende des Telefons ein Mensch oder ein Roboter spricht? Erschüttert es die Grundfesten der Kommunikation, wenn wir uns schon bald dank neuer, simultan übersetzender Bluetooth-Ohrhörer von Google über Sprachbarrieren hinweg miteinander unterhalten können? »Jeder von uns hat im Kopf mentale Abbilder in Bezug darauf, wie die Welt funktioniert«, sagte Bollhoefer. In naher Zukunft aber würden viele dieser Modelle hinfällig, zum Beispiel die Vorstellung dessen, was Autofahren bedeutet. Der im Kontext der Digitalisierung viel zitierte Begriff der Disruption enthalte allerdings auch die Aufforderung an kleinere Unternehmen, alte (Denk-)Strukturen aufzubrechen: ob im Umgang mit Software oder in der Neukonzeption von Betriebsabläufen. Sein Rat: »Algorithmen sind kein Hexenwerk! Suchen Sie sich Mitarbeiter, die sich damit auseinandersetzen, und fangen Sie mit kleinen Schritten an.«

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Die Nachberichterstattung zum smarter_mittelstand-Event in Berlin erscheint in der ZEIT-Ausgabe vom 14. Juni 2018.

die bundesweite initiative für den mittelstand
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