Apps und Gadgets statt Arzneien? Digitale Lösungen revolutionieren die Medizin

9. Juli 2018

Individualisierte Therapie, Präzisionsmedizin, Prävention dank innovativer Datenauswertung – Künstliche Intelligenz hat dem Gesundheitswesen ein neues Gesicht gegeben. Was in Zukunft noch alles möglich ist und welche Risiken damit einhergehen, stand im Fokus des zweiten »Health meets Future«-Summits in Frankfurt am Main.

Technologischer und medizinischer Fortschritt gehörten von jeher zusammen, betonte Martina Flammer von Boehringer Ingelheim in ihrem Einführungsstatement und zitierte eine Analogie des Autors Ben Pring (When Machines Do Everything): »Im Jahr 1831 hielt das Hospital von Manchester 50.000 Blutegel, um seine Kranken zu behandeln. 1850 erfand Dr. John Leonard Riddell in New Orleans das erste praktische Binokularmikroskop. 1930 schloss das Hospital sein Blutegel-Aquarium.« Fortan verließen sich die Mediziner bei Diagnostik und Behandlung lieber auf die Mikroskopie – was nicht nur das Ende der Blutegeltherapie besiegelte, sondern auch die Zellforschung entfesselte und die Medizin auf ganz neue Beine stellte. Vor einer ähnlichen Revolution, da ist sich Flammer sicher, steht das Gesundheitswesen jetzt durch die Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz. Das deute unter anderem das jüngst in den USA zugelassene Deep-Learning-System (DLS) für das Screening auf diabetische Retinopathie an. Erstmals können damit auch Nicht-Augenärzte diese wichtige Ursache für den Verlust des Augenlichts bei Menschen mit Diabetes frühzeitig erkennen.

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Die Nachberichterstattung zum Health meets Future Summit erschien in der ZEIT-Ausgabe vom 5. Juli 2018.

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