Die Roboter kommen!

13. September 2016

Künstliche Intelligenz wird die Welt, wie wir sie kennen, grundlegend verändern. Doch Angst vor dem Verlust von Arbeitsplätzen haben Experten nicht. Vielmehr könnten sich mehr Menschen über Jobs freuen, die Spaß machen.

Wenn es um Roboter und künstliche Intelligenz geht, ist schnell von Kontrollverlust die Rede. Von entfesselter Macht. Von der Angst, dass intelligente Maschinen irgendwann den Menschen überholen. Jürgen Schmidhuber, wissenschaftlicher Direktor des Schweizer Forschungsinstituts für Künstliche Intelligenz, kann da nur milde mit dem Kopf schütteln. Es werde doch nur ein Problem geben, wenn sich die Ziele der Menschen und der Maschinen widersprechen. Und da sehe er rein gar keine Konflikte. Die Roboter würden sich ohnehin irgendwann im Sonnensystem ausbreiten, eigene Fabriken im Asteroidengürtel bauen und sich mit Lichtgeschwindigkeit durch die Milchstraße bewegen. Mit den Menschen, die »da unten« vor sich hin lebten, gebe es keine Überschneidungen. So einfach sei das. Auf der ZEIT KONFERENZ »Künstliche Intelligenz« im Berliner Radialsystem wurde schnell klar: Wissenschaftlern, die sich mit dem Thema auseinandersetzen, geht es längst nicht mehr darum, ob Roboter irgendwann den Haushalt schmeißen oder die Großmutter pflegen. Nein, sie denken in ganz anderen Dimensionen. »Die Flüchtlingskrise, die globale Erderwärmung – all diese Themen verblassen komplett im Vergleich zur künstlichen Intelligenz«, sagte Schmidhuber. Für den Forscher stand die Welt zuletzt vor 3,5 Milliarden Jahren vor einem derartigen Umbruch – als das erste Leben entstand. Möglich wird der technologische Fortschritt durch immer stärkere Rechenleistungen zu immer geringeren Preisen. Schon heute verfügen Computer bereits über die Rechenleistung eines kleinen Tierhirns. Damit die Maschinen nicht nur über das Wissen ihres Programmierers verfügen, sondern imstande sind, selbst zu lernen, werde ihnen ein sogenannter Neugiertrieb eingepflanzt, wie Schmidhuber es nannte. Wie ein Baby sollen sie eigenständig die Welt entdecken.

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Die Nachberichterstattung zur ZEIT KONFERENZ Künstliche Intelligenz erscheint in der ZEIT-Ausgabe vom 29. September 2016.

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