Die Vermessung der Hochschulen

7. Dezember 2016

Rankings, Publikationsdruck, Buhlen um Drittmittel: Für Universitäten und Fachhochschulen steigt der Druck. Konkurrieren sie sich zu Tode?

Wer glaubt, der »Hirsch-Faktor« habe etwas mit der Jagd zu tun, der wurde wohl bislang von der neuen Welt der Wissenschaft verschont. Fast jeder junge Forscher, der heute Karriere machen will, kann seinen sogenannten H-Faktor im Schlaf aufsagen. Denn dieser misst sowohl die Anzahl der veröffentlichten Arbeiten in wissenschaftlichen Zeitschriften als auch die Zitierungen – entscheidende Gradmesser für die wissenschaftliche Relevanz. Je höher der H-Faktor, desto besser steht es um die Karriere. Dabei ist die Zahl nur ein Symptom für ein Hochschulwesen, das zunehmend vermessen wird: in dem es mehr denn je um Ziel- und Leistungsvereinbarungen, Kennzahlen und Rankings geht. Manch einer wünsche sich angesichts dieser neuen Realität die alte Schreibstube, das Tintenfass und die Feder im Kerzenlicht zurück, sagte ZEIT-Geschäftsführer Rainer Esser auf der ausgebuchten ZEIT KONFERENZ Hochschule & Bildung in Berlin.

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Die Nachberichterstattung zur ZEIT KONFERENZ Hochschule & Bildung erscheint in der ZEIT-Ausgabe vom 8. Dezember 2016.

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