Elbphilharmonie fordert Diktatfans bei »Hamburg schreibt!« heraus

27. Februar 2017

In der dritten Runde des Diktatwettbewerbs „Hamburg schreibt!“ wetteiferten 120 Schüler, Lehrer und Eltern am Donnerstagabend in der Wichern-Schule um die geringste Fehlerzahl. Der trickreiche, klangvolle Diktattext handelte von Hamburgs neuem Wahrzeichen, der Elbphilharmonie. Das beste Resultat: sechs Fehler.

Hamburg, 24. Februar 2017. Wettkampfatmosphäre in der Aula der Wichern-Schule: 120 Schüler, Lehrer und Eltern wollten dort gestern Abend möglichst wenig Fehler machen. Bei Hamburgs größtem Diktatwettbewerb „Hamburg schreibt!“ ohne Fehler zu bleiben, war angesichts des schwierigen Textes über die Elbphilharmonie so gut wie ausgeschlossen. Umso beeindruckender waren die Ergebnisse der Sieger. In der Kategorie „Schüler“ gewann Paul Rohwedder (Wichern-Schule) mit 13 Fehlern. In der Kategorie „Eltern“ kam Martina Zietz (Gymnasium Bondenwald) mit zehn Fehlern auf den ersten Platz. Bei den Lehrern hatte Antje Kirchbauer (Gymnasium Rahlstedt) mit sechs Fehlern das beste Ergebnis. Sie machte damit auch die wenigsten Fehler aller Teilnehmer.

Das 20-minütige Diktat „Selfie mit der Elphi“ stellte auch Kenner der deutschen Rechtschreibung vor Herausforderungen wie diese: Wird „Standing Ovations“ groß, klein, zusammen oder getrennt geschrieben? Wie lautet die korrekte Schreibweise von „hineingeheimnissen“ oder von „in null Komma nichts“? Und wie sieht das bei Ausdrücken wie „beileibe“ oder „breitzutreten“ aus?

Rahmenprogramm mit Bastian Sick und Julia Engelmann
Während der Korrekturphase wurden die Teilnehmer von zwei prominenten Sprachexperten unterhalten. Der Autor Bastian Sick, unter anderem bekannt durch die Reihe „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“ stellte sich den Fragen von Moderatorin Inka Schneider. Die Poetry-Slammerin Julia Engelmann trug die Stücke „Erwachsen werden“ und „One Day“ vor.
Die Rechtschreib-Champions aus den Kategorien „Schüler“, „Lehrer“ und „Eltern“ reisen zum überregionalen Finale des Diktatwettbewerbs, das am 11. Mai 2017 in Frankfurt stattfindet.
Der Diktattext wurde eigens für den Wettbewerb entworfen. Er beinhaltet zahlreiche Besonderheiten der deutschen Sprache. Wer seine eigenen Rechtschreibkenntnisse testen möchte, kann das Diktat unter www.hamburg-schreibt.org anhören und nachlesen.

Bildung als Gemeinschaftserlebnis
Die Joachim Herz Stiftung richtet „Hamburg schreibt!“ aus. Für die Hamburger Stiftung steht dabei das gemeinsame Erleben der deutschen Sprache im Vordergrund. „Dieser Wettbewerb macht Bildung zu einem Gemeinschaftserlebnis. Hier treten Jugendliche, Eltern und Lehrer in den Wettbewerb. Das ist für uns das Besondere und deswegen engagieren wir uns bei „Hamburg schreibt!“, sagte Andrea Pauline Martin, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Joachim Herz Stiftung bei der Begrüßung der Teilnehmer.

Projektpartner des Hamburger Wettbewerbs sind die ZEIT Hamburg, der Dudenverlag und die Hamburger Behörde für Schule und Berufsbildung. Das Projekt wurde von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft aus Frankfurt am Main entwickelt und hat sein Vorbild in Frankreich.

Die Pressemitteilung der Joachim Herz Stiftung, Initiator von „Hamburg schreibt!“, finden Sie hier.

Foto: Joachim Herz Stiftung / Andreas Klingberg
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