»Groß denken und kleine, schnelle Schritte machen«: digitale Innovationen in der Medizin

26. Juni 2019

Weltweit entfesseln Big Data und Künstliche Intelligenz im Gesundheitsbereich eine enorme Dynamik. Wie sie Medizin, Pharmaindustrie und Life Sciences verändern, welche Geschäftsmodelle möglich und welche Rahmenbedingungen nötig sind, stand im Fokus des 3. Health meets Future-Gipfels in Frankfurt am Main/Offenbach.

»Das deutsche Gesundheitssystem zählt zu den besten der Welt, aber bei der Digitalisierung hinken wir massiv hinterher«, stellte Iris Plöger in ihrer Grundsatzrede zum deutschen Innovationspotenzial fest. Als Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) bedauert sie, dass die Pioniere der Künstlichen Intelligenz momentan vor allem in China und in den USA sitzen. Unternehmen wie Apple, Amazon, Alibaba und Tencent drängten mit Macht auf den Gesundheitsmarkt und arbeiteten bereits an ihren eigenen Kliniken, während deutsche Ärzte immer noch am liebsten auf Papier schrieben und Faxe verschickten. Entsprechend liege das deutsche Gesundheitssystem in puncto Digitalisierung 40 Prozent unter dem EUDurchschnitt. Dabei habe schon der weltberühmte Biologe Louis Pasteur gewusst, »dass Veränderung immer gut ist – für diejenigen, die darauf vorbereitet sind«. Zum Vorbereitetsein auf die bestmögliche Nutzung von KI, so die Juristin, gehöre an erster Stelle ein sicherer gesetzlicher Rahmen für die Datennutzung und ein EU-weiter gemeinsamer digitaler Markt.

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Die Nachberichterstattung zum Health meets Future Summit erscheint in der ZEIT-Ausgabe vom 27. Juni 2019.

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