Jürgen Fitschen beim ZEIT Wirtschaftsforum: Staatliche Regulierung der Banken wird Fehler nicht verhindern

6. November 2015

Jürgen Fitschen, Co-Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Bank AG, warnte beim ZEIT Wirtschaftsforum davor, dass die europäischen Banken im globalen Finanzgefüge an Einfluss und Marktanteil verlieren werden, da sie durch die staatliche „Regulierungswut“ keine Sicherheit hätten. Auch das beste Regelwerk könne in Zukunft keine Fehler vermeiden: „Es ist ein fataler Irrtum, so regulieren zu wollen, dass keine Fehler mehr passieren.“

Die amerikanischen Banken sieht er daher im Vorteil: „Die amerikanischen Banken haben sich schneller von der Finanzkrise erholt als die europäischen“, so Fitschen im Gespräch mit Marc Brost, Leiter des Hauptstadtbüros der ZEIT. Man hätte sie zwar gezwungen Kapital aufzunehmen, ihnen dann aber „die Chance gegeben, sich schnell wieder zu entwickeln“.

Fitschen, der kommenden Mai aus dem Vorstand der Deutschen Bank ausscheiden wird, sprach auch über seine persönliche Zukunft: „Nichtstun ist nun wirklich nicht das, was ich vorhabe.“ Er freue sich auf mehr persönliche Freiheit und darauf, das zu tun, „was wieder mehr Freude bereitet“.
Der Hashtag zur Veranstaltung lautet #zeitwifo

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