Schachweltmeister Magnus Carlsen spielt nicht gern gegen Computer

10. November 2017

Bei der ZEIT KONFERENZ Gesundheit in Hamburg hat Schachweltmeister Magnus Carlsen zugegeben, nicht gerne gegen Computer zu spielen. Er fände es viel interessanter, gegen Menschen zu spielen. Allerdings fühle es sich manchmal an „als hätten Computer auch Intuition“, so Carlsen im Gespräch mit ZEIT-Redakteur Ulrich Stock. Algorithmen, so Carlsen weiter, seien zwar schon sehr weit entwickelt, sie machten aber immer noch Fehler und schätzten Situationen falsch ein, in denen ein Mensch gesagt hätte „ja, das könnte funktionieren“.

Der Blogger und Autor Sascha Lobo prophezeite bei der Veranstaltung, dass Datenströme in Zukunft „ganze Branchen durcheinanderwirbeln”. Die Angst der Menschen vor der Digitalisierung sei ein „dramatisch unterdiskutiertes Thema”. Gesundheit sei schon heute ein „digitaler, mobiler Lifestyle”, die Verschiebung zur vernetzten Software werde durch die Patienten getrieben. Gerade die Gesundheitsbranche habe die Verpflichtung, den Fortschritt unter Einbeziehung ethischer Richtlinien mitzugestalten.

Die Veranstaltung wurde zum vierten Mal in Folge in Zusammenarbeit mit den Asklepios Kliniken Hamburg ausgerichtet und führt Spitzenvertreter aus der Gesundheitswirtschaft, Wissenschaft, Forschung und Politik zusammen. Weitere Referenten der Konferenz waren außerdem Isabel Münch (Fachbereichsleiterin Präventive Cyber-Sicherheit, Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik), Prof. Dr. Erwin Böttinger (Professor für Digital Health, Hasso-Plattner-Institut), Susanne Mauersberg (Referentin Gesundheitspolitik, Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.) und Peter Albiez (Vorsitzender der Geschäftsführung, Pfizer Deutschland).

Diese Pressemitteilung der ZEIT finden Sie hier.

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