»Unternehmen müssen Sicherheitslücken schließen«

12. Juli 2017

Das Mittelstandsforum Nordrhein-Westfalen hat sich als Informations- und Netzwerkplattform für mittelständische Unternehmen etabliert. Bei der zweiten Auflage in Düsseldorf diskutierten rund 450 Unternehmensvertreter drängende Themen wie die IT-Sicherheit in Zeiten der Digitalisierung oder die Finanzierung von Innovationen.

Der weltweite Großangriff des Trojaners »Petya« unmittelbar vor dem Mittelstandsforum bot dem Vorstandsvorsitzenden der TÜV NORD GROUP, Dr. Dirk Stenkamp, eine Steilvorlage für seine These: »Die vernetzte Welt braucht neue Sicherheitsanforderungen.« Reichte früher der Nachweis der funktionalen Sicherheit von Produkten aus, müssten Unternehmen heute auch deren IT-Sicherheit gewährleisten. Was damit in der Praxis gemeint ist, zeigte Stenkamp am Beispiel von Babyschnullern, die mit Sensoren ausgerüstet seien, um die Körpertemperatur des Säuglings zu überwachen. Denn der Schnuller sendet permanent Daten, die in der Cloud landen – und von dort nie wieder verschwinden. Die Folgen sind laut Stenkamp kaum absehbar. Wem gehören die Daten? Wer verschafft sich Zugriff darauf? Kann ein Hacker dem Baby einen Stromschlag versetzen? Oder können Arbeitgeber und Versicherer die Auskünfte über die frühkindliche Gesundheit später für ihre Zwecke nutzen? Unternehmen müssten sich die Frage stellen, wo in solchen Fällen die Produkthaftung endet, warnte Stenkamp.

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Die Nachberichterstattung zum Mittelstandsforum Nordrhein-Westfalen erscheint in der ZEIT-Ausgabe vom 14. Juli 2017.

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