Was auf dem Spiel steht: Ein Gespräch über Demokratie, Freiheit und Mut

Dr. Robert Habeck

4. Dezember 2018

So viel Wandel war gefühlt noch nie – und so viel Unruhe auch nicht. Ob in Wirtschaft, Politik oder Gesellschaft: Der Druck, Antworten auf die drängenden Fragen unserer Zeit zu Digitalisierung, Klimawandel, Migration oder zunehmender Fremdenfeindlichkeit zu finden, nimmt stetig zu. Gleichzeitig ist das Vertrauen in die sogenannten Eliten, diesen Wandel im Einklang mit den Bedürfnissen der Basis – Wählern, Verbrauchern, Bürgern, Mitarbeitern – verantwortlich zu gestalten, ebenfalls gefühlt an einem Tiefpunkt angelangt. Aus dieser Diskrepanz, der zwingenden Notwendigkeit also, Wandel zu gestalten, dem gleichzeitigen Verlangen großer Teile der Gesellschaft, Liebgewonnenes und Vertrautes zu bewahren sowie der gefühlten Ohnmacht und Enttäuschung gegenüber den Menschen, die den Wandel in exponierten Positionen gestalten sollen, resultiert die Sprengkraft, die gegenwärtig Gräben in unserer Gesellschaft vertieft, Sprache und Handeln radikalisiert und zunehmend den sachlichen, lösungsorientierten, am Gemeinwohl orientierten Dialog erschwert.
Dieses Dilemma greift auch Robert Habeck, Bundesvorsitzender der Grünen, in seinem Buch »Wer wir sein könnten. Warum unsere Demokratie eine offene und vielfältige Sprache braucht«, das Anfang Oktober bei Kiepenheuer & Witsch erschienen ist, auf und beschreibt, wie unsere Sprache darüber entscheidet, wer wir sind – auch und gerade in der Politik. Wir freuen uns deshalb, ihn am 11. Dezember im Rahmen der 3. ZEIT KONFERENZ Der Auftrag zu einem Gespräch über Demokratie, Freiheit und Mut auf der Bühne begrüßen zu dürfen.

Foto: Nadine Stegemann
Sie verwenden einen sehr alten Browser. Um diese Website in vollem Umfang nutzen zu können, installieren Sie bitte einen aktuellen Browser. x