»Wissen kann nicht am Fließband produziert werden!«

17. Dezember 2018

Bei der zehnten ZEIT KONFERENZ Hochschule & Bildung diskutierten Experten über die Zukunft der Forschung – und das Spannungsfeld zwischen Anpassung und Eigenständigkeit.

Wie frei ist die Wissenschaft? Aktueller hätte die Leitfrage der diesjährigen ZEIT KONFERENZ Hochschule & Bildung nicht sein können: Anfang Dezember wurde bekannt, dass die Central European University (CEU) aus Budapest nach Wien vertrieben wird – ein Schlag gegen die akademische Freiheit. Helga Nowotny, Wissenschaftsforscherin und Professorin emerita der ETH Zürich, hat selbst an der CEU gearbeitet und bedauerte die Entwicklung in ihrer Eröffnungs-Keynote: »Es ist tragisch, dass so etwas in Europa passieren kann.« Nowotny erklärte, dass Universitäten den Kampf gegen politisch-ideologische Abhängigkeiten schon immer führen mussten und dies auch weiterhin tun müssen. Die Professorin bezeichnete Hochschulen als »Sehnsuchtsort nach Freiheit« und machte Mut, neben dem Normalbetrieb einen geschützten Raum für Austausch und Kreativität zu schaffen: »Wissen kann nicht am Fließband produziert werden«, sagte Nowotny und forderte mehr Zeit für Forschungen. In Bezug auf das Zusammenspiel von Wissenschaft und Wirtschaft wünschte sie sich einen lockeren Umgang bei Kooperationen – jedoch habe Integrität in der Forschung immer höchste Priorität.

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Die Nachberichterstattung zur ZEIT KONFERENZ Hochschule & Bildung erscheint in der ZEIT-Ausgabe vom 19. Dezember 2018.

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