ZEIT KONFERENZ Österreich 2020: Neun Thesen für einen echten Aufschwung

2. November 2016

Wie ist es um den Standort Österreich und dessen Perspektive bestellt? Bei der ersten ZEIT KONFERENZ in Wien gaben Spitzenvertreter aus Politik und Wirtschaft einen klaren Kurs für eine erfolgreiche Zukunft vor.

Die gute Nachricht: Österreich ist überlebensfähig. Die schlechte: Wenn jetzt nicht die Weichen für die Zukunft gestellt werden, schwimmen die Felle davon. Oder, wie es der österreichische Finanzminister Hans Jörg Schelling auf den Punkt brachte: »Wir müssen die Herausforderungen annehmen und optimistisch sein. Wenn wir die Energie des Jammerns in Optimismus ummünzen, haben wir ein Wirtschaftswachstum von 3 Prozent.« Die erste ZEIT KONFERENZ in Österreich firmierte unter dem Motto »Österreich 2020 – Standort und Perspektive«. Dabei tauschten sich hochkarätige Podiumsteilnehmer über Chancen und Potenziale, aber auch über Hemmnisse und verkrustete Strukturen aus. Fazit: An die Spitze der politischen Agenda gehören die folgenden neun Thesen. I. Bürokratieabbau mit Vehemenz Einer der zentralen Aspekte der Diskussionsrunden war der aufgeblähte und undurchsichtige Verwaltungsapparat in Österreich. Finanzminister Schelling versprach in seinem Eröffnungs-Statement, das »Thema Bürokratie mit Vehemenz anzugehen«. Denn der Standort Österreich sei zwar gut und man wandere in den Rankings des World Economic Forum wieder hinauf – aber es gebe »noch Luft nach oben«. In den bürokratischen Strukturen verorteten die Vertreter der Industrie den größten Spielraum. Die drastischste Formulierung wählte Georg Kapsch, CEO der gleichnamigen Technologie-AG und Präsident der Industriellenvereinigung: »Österreich hat zwei Totengräber: den Föderalismus, wie wir ihn leben, und die Sozialpartnerschaft, die nichts mit Interessenausgleich zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern zu tun hat – das ist nicht einmal mehr Klientelpolitik, sondern nur mehr Interessenpolitik für die Funktionäre.«

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Die Nachberichterstattung zur ZEIT KONFERENZ Österreich erscheint in der ZEIT-Ausgabe vom 2. November 2016.

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