2. SRH Zukunftskongress

16. - 17. Oktober 2017
Berlin

Informationen zu den diesjährigen Themenschwerpunkten folgen in Kürze.

Die Veranstaltung beginnt am ersten Tag gegen Mittag und endet am zweiten Veranstaltungstag nachmittags.
Das abschließende Konferenzprogramm wird voraussichtlich Anfang September als PDF-Download zur Verfügung stehen.

Auf Einladung von SRH findet am 16. Oktober eine Abendveranstaltung statt. Sollten Sie Interesse an einer Teilnahme haben, vermerken Sie dies bitte im entsprechenden Feld der Anmeldung.

Der Hashtag zur Veranstaltung lautet #srhzukunft

Impressionen aus dem Vorjahr

Veranstalter

In Zusammenarbeit mit

Sprecher aus dem Vorjahr (Auszug)

Prof. Marcel Fratzscher, Ph.D.

Prof. Marcel Fratzscher, Ph.D.

Prof. Marcel Fratzscher, Ph.D.

Präsident, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (DIW Berlin)

Marcel Fratzscher ist Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), Professor für Makroökonomie und Finanzen an der Humboldt-Universität Berlin und Mitglied des Beirats des Bundesministeriums für Wirtschaft. Als unabhängiges Institut mit mehr als 300 Mitarbeitern zählt das DIW Berlin zu den führenden Wirtschaftsforschungsinstituten und Denkfabriken in Europa.

Prof. Dr. med. Detlev Ganten

Prof. Dr. med. Detlev Ganten

Prof. Dr. med. Detlev Ganten

Präsident, World Health Summit

Jahrgang 1941, ist Präsident des World Health Summit, Facharzt für Pharmakologie und Molekulare Medizin und einer der weltweit führenden Wissenschaftler auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Er war Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, Mitglied im Nationalen Ethikrat und Vorstandsvorsitzender der Charité Berlin und des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch. Für seine Forschungsarbeit wurde er vielfach international ausgezeichnet.

Markus Hengstschläger

Markus Hengstschläger

Markus Hengstschläger

Leiter, Institut für Medizinische Genetik, Medizinische Universität Wien

Markus Hengstschläger ist Professor an der Medizinischen Universität Wien. Er leitet das Institut für Medizinische Genetik und die Organisationseinheit des Zentrums für Pathobiochemie und Genetik.
In seinem Vortrag beim SRH Zukunftskongress spricht er über „Talente von Morgen: Orientierung am Durchschnitt ist eine evolutive Sackgasse.“ Es muss Aufgabe der Bildung heute und in der Zukunft sein, Stärken und Talente mehr zu fördern:
Einerseits sind Menschen nicht auf ihre Gene reduzierbar. Sie sind das Produkt der Wechselwirkung zwischen Genetik und Umwelt. Andererseits: werden zwei Menschen, die gleich viel üben, das gleiche künstlerische Niveau auf der Violine erreichen? Kann jeder Mensch singen wie Elina Garanca oder Placido Domingo, oder Fußballspielen wie Lionel Messi? Ist der Erwerb von Fähigkeiten nur eine Frage des Lernens?
Die Antwort ist natürlich: nein. Umgangssprachlich hört man dazu: „So etwas hat man eben, oder eben nicht!“ Aber was ist damit gemeint? Für jeden Erfolg gibt es so etwas wie eine besondere Leistungsvoraussetzung – ein oder mehrere Talente. Aber Talent allein ist noch keine Erfolgsgarantie.
Was ist überhaupt Talent? Talente sind besondere Leistungsvoraussetzungen (=Genetik), die durch harte Arbeit (=Umwelt) entdeckt und in eine besondere Leistung (=Erfolg) umgesetzt werden müssen.
Eltern, Lehrer, das Bildungssystem haben die Aufgabe, Talente in der Gemeinschaft zu entdecken und zu fördern. Der Fokus muss auf dem liegen, was der Einzelne gut kann, und nicht ausschließlich auf der Beseitigung von Schwächen. Wir müssen unsere Spitzen entdecken und fördern. Bildungsferne Schichten müssen zur Bildung gebracht werden – nicht um den Durchschnitt zu heben, sondern weil wir es uns nicht leisten können auf die vielen sonst unentdeckten Talente zu verzichten.
Vielseitigkeit ist das höchste Gut, wenn man auf Fragen vorbereitet sein will, die man nicht kennt, weil sie erst in der Zukunft auf uns zukommen. Individualität aufgrund genetischer Unterschiedlichkeit und die Förderung individueller Talente sind also für die Zukunft unverzichtbar. Gene sind nur Bleistift und Papier, aber die Geschichte schreiben wir selbst. Man muss die Menschen nur lassen! Und keine Geschichte ist es nicht wert geschrieben zu werden! Wir brauchen die Peaks und die Freaks!

Jeannette Huber

Jeanette Huber

Jeanette Huber

Associate Director, Zukunftsinstitut GmbH

Jeanette Huber ist Associate Director des Zukunftsinstituts. Ihr berufliche Erfahrung reicht von der IT-Branche über internationale Unternehmensberatung bis zur Leitung eines eigenen Start-Ups. Sie verbindet die Erkenntnisse der Zukunftsforschung pragmatisch mit der Unternehmenswelt und der Gesellschaft von heute.
Ihr Vortrag beim SRH Zukunftskongress „Gesellschaftliche Megatrends prägen die Zukunft der Gesundheit“ befasst sich mit dem „Downaging“, der zunehmenden Individualisierung und der Digitalisierung. „Doctorholics“, Alternativ-Patienten, Gesundheits-Minimalisten oder Health-Manager beschreiten ganz unterschiedliche Wege.
Menschen bleiben heute im Alter jünger. Sie fühlen sich mehrheitlich als individualistische Lebensgestalter. Diese Entwicklungen führen zu steigender gesundheitlicher Selbstverantwortung und zur „Individualisierung“ von Gesundheit.
Auch das Verständnis von „Gesundheit“ ändert sich. Es entsteht ein authentischer Gesundheitsbegriff, und damit wird persönliche „Gesundzufriedenheit“ wird zum Ziel. Diese „Gesundzufriedenheit“ entsteht nicht aus der Beseitigung von Krankheitsursachen, sondern durch die Verstärkung dessen, was Menschen wertschätzen und was sie glücklich oder ihnen Spaß macht. Das ermöglicht neue Ansätze für Prävention, Therapie und Compliance.
Die Digitalisierung der Medizin ist ein technischer Trend, der den Gesundheitsmarkt massiv verändert. Doch die Digitalisierung ist eine ambivalente Entwicklung. Einerseits erschließt sie neue Potentiale in Prävention, Diagnostik, Therapie und Monitoring; und sie demokratisiert das Gesundheitssystem. Andererseits birgt sie die Gefahr, den Menschen zu einer trivialen physikalisch-chemischen Ursache-Wirkungsmaschine zu degradieren und den Arzt zum Handlanger der Algorithmen. Big Data in der Medizin braucht Thick Data – das Wissen über persönliche Haltungen, Einstellungen, Werte und Wünsche. Die Medizin der Zukunft berücksichtigt die soziokulturelle Dimension des Menschen.
Die „Pit Stop Keynote“ ist ein Vortrag mit aktiven Zwischenhalten – es geht um Tempo und Teamwork, um Enthusiasmus und Ergebnisse.

Martin Korte

Martin Korte

Martin Korte

Leiter, Zoologisches Institut, Technische Universität Braunschweig

Martin Korte leitet an der Technischen Universität Braunschweig das Zoologische Institut und forscht zu den zellulären Grundlagen von Lernen und Gedächtnis.
In seinem Beitrag zum SRH Zukunftskongress befasst sich Korte mit Prozessen des Lernens und Entscheidens im Zeitalter des Informationsüberflusses und fragt: „iBrain oder Gehirne in der Krise?“
Lernen muss jeder. Und wir lernen den ganzen Tag – oft ohne es zu merken. Jede Information, die wir speichern, wird in unserem Gehirn abgelegt. Hierbei spielen Gehirnstrukturen eine Rolle, die neben Fakten auch Gefühle und Motivation steuern. Nur erinnern wir uns nicht immer das, was wir uns merken wollten oder sollten.
Was kann die Hirnforschung dazu sagen, unter welchen Bedingungen Menschen effektiv lernen können und welche – positive und negative Rolle – digitale Medien hierbei spielen? Warum können wir uns manchmal nicht an etwas erinnern und wie können wir das verhindern? Das Gedächtnis funktioniert wesentlich besser als oft vermutet, wenn beim Lernen schon den Abruf des Wissens berücksichtigt wird. Gefühle und vor allem Motivation und Konzentration beim Lernen spielen ebenfalls eine bedeutende Rolle.
In der heutigen Zeit sowie in der Zukunft ist es wichtig, eine Reihe von Fragen zu Lern- und zu Entscheidungsprozessen zu verstehen: Welchen Einfluss haben digitale Medien auf das Lernverhalten? Warum schadet Multitasking dem Stirnlappen? Welche Rolle spielen Intuitionen bei richtigen Entscheidungen? Wann ist rationales Nachdenken (langsames Denken), wann das Bauchgefühl (schnelles Denken) besser für die Entscheidungsfindung? Welche Rolle spielen Erfahrungen im Entscheidungsprozess? Wie beeinflussen Gedächtnisprozesse die Entscheidungsfindung im Gehirn? Und warum funktioniert unser Aufmerksamkeitssystem wie ein Muskel?
Die Vortragsinhalte werden durch Lern- und Gedächtnisaufgaben für die Teilnehmer veranschaulicht. Fragen und Anregungen zur Anwendung in eigenen Tätigkeitsbereichen werden für die spätere Nutzung aller Teilnehmer dokumentiert.

Raúl Krauthausen

Raúl Krauthausen

Raúl Krauthausen

Vorsitzender, SOZIALHELDEN e.V.

Als ausgebildeter Telefonseelsorger, studierter Kommunikationswirt und Design Thinker ist Raúl Krauthausen seit über 10 Jahren in der Internet- und Medienwelt unternehmerisch tätig. Bekannt geworden ist er vor allem durch die von ihm erfundene Wheelmap.org, einer weltweiten digitalen Landkarte rollstuhlgerechter Orte, die von Usern erstellt wird. Für seine diversen Initiativen zu Barrierefreiheit, Teilhabe und Inklusion von behinderten Menschen, wie zum Beispiel SOZIALHELDEN e.V., „Pfandtastisch helfen“ und  „Leidmedien.de“ wurde er mit zahlreichen hochkarätigen Preisen ausgezeichnet.

In seinem Vortrag beim SRH Zukunftskongress setzt er am Gründungsgedanken der SRH, der beruflichen und gesellschaftlichen Teilhaben von Menschen mit Behinderung, an: sein Thema ist die „Zukunft der Teilhabe“.

Um den Umgang mit Behinderungen im täglichen (Geschäfts-)Leben, die Motivation und Herangehensweise an soziales Handeln und die Rolle von Netzwerken darin heute und in der Zukunft zu ergründen, werden viele spannende Fragen aufgeworfen.

Diese lauten: Welche gesellschaftlichen Trends von heute sind bedeutsam für die Teilhabe und Inklusion und welche Effekte haben sie? Wie kann Technologie dabei helfen? Was ist die Bedeutung von Gesundheits- und Bildungseinrichtungen im Kontext der Teilhabe und Inklusion? Welche Rolle spielt Sprache im Umgang mit Behinderung? Wie bringen sich Menschen mit Behinderung selbst in diesem Kontext ein und welche weiteren Formen des Engagements wären wünschenswert?

Krauthausen stellt die Projekte der SOZIALHELDEN vor und erklärt, inwieweit es einen Unterschied macht, behindert zu sein oder behindert zu werden. Und was der Mainstream tun kann, um das Leben von allen zu verbessern.

Foto: Esra Rotthoff

Christoph Metzelder

Christoph Metzelder

Christoph Metzelder

Gründer, Christoph Metzelder Stiftung; Geschäftsführer, Jung von Matt/sports

Christoph Metzelder gründete schon während seiner Profi-Karriere als Fußballer, die er 2013 beendete, seine Stiftung. Neben der Bekämpfung von Kinderarmut, liegt der Schwerpunkt ihrer Förderung auf Projekten in den Bereichen Bildung, Ausbildung und Integration. Seit 2013 ist Metzelder außerdem als Fußballexperte für Sky tätig und entwickelt als Geschäftsführer der Agentur Jung von Matt/sports innovative Sportmarketing-Konzepte für Unternehmen, Vereine, Verbände und Athleten.

Foto: Michael Gueth Photography, Postproduktion: Jan Wischermann Retouching

Dr. Max Neufeind

Dr. Max Neufeind

Dr. Max Neufeind

Referent Grundsatzabteilung, Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Dr. Max Neufeind ist Referent in der Grundsatzabteilung des Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Im Rahmen des Dialogprozesses „Arbeiten 4.0“ beschäftigt er sich dort mit Fragen der Zukunft von Arbeit und Sozialstaat im digitalen Wandel. Zudem ist er Policy Fellow des Progressiven Zentrums und Mitglied von TT30, dem jungen Thinktank des Club of Rome.

Projektmanager

Besucherbetreuung

Veranstaltungsort

AXICA Kongress- und Tagungszentrum
Pariser Platz 3
10117 Berlin

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